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Eine Feuerwehr ist immer nur so gut wie das Gerät, welches zur Verfügung steht und wie die Menschen, die das Gerät bedienen. Bedingt durch die gesetzlichen Vorgaben, die für die damals noch eigenständigen Ortsgemeinden die Bereitstellung einer Pflichtfeuerwehr vorschrieben, wurden oftmals Gerätschaften angeschafft und vorgehalten, welche die Mindestbedingungen für den Feuerwehrdienst nur eingeschränkt oder gar nicht erfüllten. So erging es auch den Leuten aus Kroppach. Jeder männliche Bürger ab 16 Jahren wurde damals zur Feuerwehr dienstverpflichtet. Übungen wurden oft nur einmal pro Jahr durchgeführt, wobei ein geordneter Übungseinsatz oft mangels Fachkenntnissen nicht möglich war.
Die Szenarien, dass Feuerwehren bei einem Brandeinsatz das Gebäude mit Löschwasser so unter Wasser setzten, dass der Wasserschaden höher war als der Brandschaden, sind so manchem Mitbürger sicher noch geläufig. Wertgegenstände wie Möbel und sonstiger Hausrat wurden bei einem Brand oftmals planlos aus den Fenstern geworfen und gingen beim Aufprall auf den Boden zu Bruch. Angesichts dieser widrigen Zustände beschlossen 18 Pflichtfeuerwehrmänner in Kroppach auf Initiative des damaligen Ortsbürgermeisters Emil Zeuner im Jahr 1965 die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kroppach. Erster Wehrführer wurde Ewald Schneider, der bereits im Januar 1965 den Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule Koblenz absolviert hatte. Trotz unzulänglichem Schlauchmaterial, einer veralteten Tragkraftspritze und desolater Ausrüstung ging man mit Elan an die neue Aufgabe. Untergebracht war die Feuerwehr damals im alten Backhaus. Das undichte Dach und die nassen Wände des Gebäudes führten zur Verrottung der Gewebeschläuche und zur Oxydation der Metallteile.
Bereits im Gründungsjahr 1965 erfolgte der erste größere Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Kroppach beim Brand eines Fabrikgebäudes im Bahnhof Ingelbach, welches fast bis auf die Grundmauern niederbrannte. Im gleichen Jahr waren die Floriansjünger beim Brand des Anwesens Arno Gerasch gefordert. Die Familie, die erst seit kurzem in Kroppach lebte, wurde durch das Schadensereignis fast mittellos. Spenden der Kroppacher Dorfbevölkerung sicherten die weitere Existenz. In den folgenden Jahren wurden die alten Schläuche und die Tragkraftspritze gegen modernes Material ausgetaucht.
Es fehlte nur noch ein geeignetes Fahrzeug und ein neues Feuerwehrhaus. Unter Ortsbürgermeister Waldemar Meutsch wurden die Wünsche der Feuerwehrleute Wirklichkeit. Bereits 1973 konnte am Platz bei der Kirche ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) durch Kreisbrandmeister Emil Popp seiner Bestimmung übergeben werden. Da das neue Feuerwehrhaus noch nicht gebaut war, wurde das Löschfahrzeug bei Erwin Dörner untergestellt. 1974 begann man in Eigenleistung mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses, welches 1975 fertig gestellt und bezogen wurde.
Seit diesem Zeitpunkt zählt die Freiwillige Feuerwehr Kroppach zu einer modernen und gut ausgestatteten Feuerwehr. Im Jahr 2002 entschlossen sich die Feuerwehrleute aus Kroppach zur Fusion mit den Kameraden aus Giesenhausen, um personell einen optimalen Brandschutz und eine bestmögliche Unfallhilfe zu gewährleisten. Der Name der neuen Feuerwehreinheit lautet Freiwillige Feuerwehr Kroppach-Giesenhausen. Als Stützpunkt wurde das Feuerwehrhaus in Kroppach gewählt. Die Wehrführer der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Kroppach waren:
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1965 - 1969
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Ewald Schneider
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1969 - 1979
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Erwin Dörner
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1979 - 1990
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Hans Ulrich Schneider
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1990 - 2002
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Claus Ortlieb
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